Die Geschichte der Larpe
Poland.png
polski

VII Jh.

Gründung einer slawischen Siedlung an der Łarpia, was durch einen aufgefundenen kleinen Friedhof und auch andere Gegenstände aus dem frühen Mittelalter belegt wird (Region Mścięcino).

IX Jh.

Flusssiedlung im Zusammenhang mit der Epoche der sog. Gruppe patriarchalischer Siedlungen (genetische Verbindung ihrer Einwohner).

X Jh.

Die Siedlung am Fluss Łarpia dient als Wach- und Warnposten (sie besitzt eine strategische Lage auf weichem Untergrund an der Insel Polickie Łąki im Überschwemmungsgebiet der Łarpia).

frühes 11. Jh.

Die Lage und der Charakter der Siedlungen an der Łarpia verändern sich. Die Siedlung wird aus dem Bereich Ościęcin in die Region Police – heutiger Marktplatz - verlegt.

1260

Die Siedlung Police erhält das Stadtrecht. Gleichzeitig werden ihre Privilegien hinsichtlich der Nutzung von Łarpia und Oder erweitert.

1338

Bewirtschaftung der Polder im Einzugsgebiet der Łarpia durch Henning von Steinbeck für den Anbau und die Trocknung von Hopfen.

XIV Jh.

Bewirtschaftung des Uferbereichs des Flusses Łarpia durch die Schaffung von Lagerplätzen für Waren wie Holz, Baumstämme, Getreide und Kalk. Am Fluss wurde ein Stadttor errichtet, Wasser- oder Holztor genannt.

XV Jh.

Die Notwendigkeit, Waren auf größere Boote und Kähne zu verladen, führte zum Bau des Rollwerk-Kais. Das Flussbett wurde vertieft und es wurde eine Klappbrücke errichtet.

1716

Besetzung und Umgestaltung des Handelshafens an der Łarpia zu militärischen Zwecken durch die russische Armee. Diese Situation wiederholte sich 1720 durch die preußische Armee.

XIX Jh.

Auf der Łarpia verkehrten regelmäßig die Ausflugsschiffe „Delfin” und „Salamandra”, als sich Mścięcino zu einem Kurort entwickelte. An der Łarpia wurden eine Flusswerft, eine Ziegelei, eine Färberei und eine Keramikfabrik (wegen des großen Wasserbedarfs) errichtet.

Ende des 19. Jh.

wurde die Zufahrtsstraße „An der Larpe” geschaffen, die die Anlegestelle für Ausflugsschiffe mit der Bahnstation in Ościęcin verbindet. Die Holzbebauung wurde abgerissen und durch Ziegelgebäude ersetzt.

frühes 20 Jh.

Am Ufer entstehen neue Schiffsbaubetriebe, die Metallboote und Fischkutter herstellen. Aufgenommen wurde der Linienbetrieb des Dampfschiffes Pölitz, das in Trzebież, Wolin, Świnoujście und Szczecin anlegte.

1909

Fertigstellung des Wasserleitungsnetzes und der Kanalisation mit Kläranlage an der ul. Dębowa.

1909, 1913

Schwere Hochwasser in der Stadt Police, weil Łarpia und Oder über die Ufer treten. Dies hat dazu beigetragen, dass die alte hölzerne Klappbrücke abgebrochen und durch eine Stahlbrücke ersetzt wurde.

1912-1914

Bau einer neuen Flusswerft an der Łarpia.

1936

Inbetriebnahme der Passagier- und Güterfähre „Randow” auf der Strecke Police – Święta – Stepnica.

1940

An der Mündung der Łarpia in die Dociąża wurde versucht, das Schiff Bremerhaven vor Anker zu legen. Dieses wurde jedoch einige hundert Meter weiter geschleppt und auf ihm ein Gefängnis für 1000 Gefangene, hauptsächlich Polen, eingerichtet, die in den Synthesebenzin herstellenden „Hydrierwerken“ arbeiteten.

1945

Bildung der Enklave Police. Der Hafen an der Karpia wurde zur Verladestation für die von den Russen demontierten "Hydrierwerke" umfunktioniert.

3.07.1998

Fertigstellung der Druckrohrleitung vom Abwasserpumpwerk an der ul. Dębowa zur Kläranlage der Zakłady Chemiczne „Police” SA, was zu einer Besserung der Wasserqualität der Łarpia beigetragen hat.

7.05.2002

Gründung des Umweltschutzvereins „Łarpia” in Police. Beginn von Maßnahmen zugunsten der Säuberung der Łarpia sowie Umwelterziehung von Kindern und Jugendlichen aus der Gemeinde Police.

2004

Beginn einer vom Umweltschutzverein „Łarpia” in Police sowie der Landwirtschaftlichen Akademie in Szczecin initiierten Forschungsreihe zur Bestimmung der biologischen Vielfalt der in der Łarpia auftretenden Organismen, des Verunreinigungsgrads des Flusses sowie der Nutzungsmöglichkeiten der Insel Polickie Łąki.

2010

750. Jahrestag der Verleihung des Stadtrechts für Police.


Wiesław Gaweł

O ile nie zaznaczono inaczej, treść tej strony objęta jest licencją Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 License